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Software-Drumcomputer: Hydrogen

Mittwoch, Mai 26th, 2010

Ein schöner Software-Drumcomputer ist das hier:

http://www.hydrogen-music.org/

Hydrogen ist freie Software und für Linux, MacOS und Windows erhältlich.

Nach dem Start präsentiert sich das Programm wie folgt:

Software-Drumcomputer Hydrogen

Software-Drumcomputer Hydrogen

Im oberen Bereich wird der komplette Song gezeigt, der aus mehreren Patterns bestehen kann, in diesem Beispiel aus zwei Patterns. Unten links wird ein Pattern angezeigt und kann dort auch erstellt bzw. bearbeitet werden. Unten rechts kann ein einzelnes Instrument in seinem Klang bearbeitet werden.

Das Bearbeiten eines Pattern ist sehr einfach; zuerst wird seine Länge und Auflösung eingestellt, dann per Mausklick die “Noten” gesetzt:

Bearbeiten eines Pattern in Hydrogen

Bearbeiten eines Pattern in Hydrogen

Sobald mindestens zwei Patterns vorliegen kann daraus ein Song gebaut werden. Hier wird sieben Mal das Pattern 1 gespielt (der Standard-Rock-Groove von oben), danach im achten Takt ein Break und dann geht es wieder von vorne los:

Song zusammenstellen in Hydrogen

Song zusammenstellen in Hydrogen

Jedes einzelne Instrument lässt sich in seinem klanglichen Verhalten den eigenen Vorstellungen anpassen:

Klangbearbeitung in Hydrogen

Klangbearbeitung in Hydrogen

Die einzelnen Instrumente können über ein Mischpult zum Gesamtklang zusammengemischt werden; dazu gehört u.a. das Panning und die Lautstärke:

Mischpult in Hydrogen

Mischpult in Hydrogen

Sobald mehr als ein Song vorliegt kann eine Playlist erstellt und auch gespeichert werden – damit kann ein kompletter Liveauftritt bestritten werden:

Playlist in Hydrogen

Playlist in Hydrogen

Alles in allem ein wirklich schönes und sehr einfach zu bedienendes Programm, das z.B. zum Üben sehr gut eingesetzt werden kann. Ein Metronom ist natürlich auch enthalten, man kann dieses alleine oder  auch zusätzlich zu den programmierten Drums laufen lassen – oder die programmierten Drums stellen das Metronom dar, sehr geschickt bei komplizierten Stücken mit Taktart- und Tempowechseln.

Klanglich ist es nicht so berauschend, nach einem Import der MIDI-Daten in Logic klingt es dort doch um einiges besser.

Spuren …

Mittwoch, Mai 12th, 2010

… nicht im Schnee, sondern in der DAW:

Spuren in Logic

Spuren in Logic

So sieht in Logic ein 27-Spur-Livemitschnitt aus. Nun beginnt die Bearbeitung der einzelnen Spuren.

Audiotechnik-Workshop

Mittwoch, April 21st, 2010

Am 20. April 2010 führte ich einen Audiotechnik-Workshop für interessierte Einsteiger und schon Eingestiegene durch. Da nur ein halber Tag zur Verfügung stand war alles sehr komprimiert und die Teilnehmer wurden mit einer geballten Ladung an Informationen überschüttet.

Mikrofonkoffer

Mikrofonkoffer

Angefangen von einer soliden Einführung in die Mikrofontechnik (Funktionsprinzipien, Richtcharakteristiken, Bauformen, Einsatzbereiche) über Mischpulte und deren Bedienung (Gain, EQ, Aux, Pan, Fader, Solo, Mute, Gruppen, Effekte, Sends, usw.) über Endstufen und Boxen (aktiv, passiv) wurde alles Wesentliche behandelt, auch Dinge wie Cases für die Ausrüstung, richtiges Wickeln von Kabeln (Lassotechnik), Wahl guter Stative.

Recording-Mischpult mit Firewire

Recording-Mischpult mit Firewire

Pult mit Effektsektion

Pult mit Effektsektion

Damit hat für die Teilnehmer dieses riesige Fachgebiet etwas Struktur bekommen, die vielen Knöpfe am Mischpult schrecken nicht mehr ab, Anschaffungen können sinnvoll geplant werden. Den Abschluss bildete eine Einführung in Mehrspuraufnahmen und ein grober Überblick über die Bearbeitungsmöglichkeiten am Computer.

MIDI quantisieren mit Logic

Montag, März 22nd, 2010

Mit dem entsprechenden Interface kann man MIDI-Signale aufnehmen; das kann z.B. wie folgt aussehen:

Geklimper

Geklimper

Wie man sieht ist das ein ziemlich unsauberes Geklimper, die Software hat es halt notiert so gut wie es geht. Eine automatische Bereinigung ist aber möglich und heißt Quantisierung – das Ergebnis sieht wie folgt aus:

quantisiertes Geklimper

Das sieht schon etwas zackiger aus und hört sich auch so an. In Logic wird dazu einfach alles ausgewählt und über “Funktionen” -> “Quantisierung” -> “Ausgewählte Events quantisieren” Ordnung geschaffen. Natürlich gibt es da schon noch ein paar Schräubchen, an denen man für ein Feintuning drehen kann, aber das Grundprinzip ist oben gezeigt.

Anders sieht es aus, wenn ein Profi am Werk ist, da hat die Software eher wenig zu quantisieren, einfach weil das Spiel rhythmisch sehr sicher und sauber ist:

Profimusiker

Profimusiker am Werk

Crossfade mit Logic

Sonntag, März 21st, 2010

Beim Zusammensetzen von Audioschnipseln soll man hinterher nichts hören – das erreicht man am besten mit einem Crossfade, bei dem die eine Spur am Ende ausgeblendet wird, während gleichzeitig die andere Spur am Anfang eingeblendet wird. Weil gleichzeitig ein Fade out und ein Fade in verwendet werden – aber über Kreuz – spricht man von Crossfade oder X-Fade.

Im ersten Schritt stellt man in Logic den Modus für “Drag” auf “X-Fade”:

Crossfade-Aktivierung

Crossfade-Aktivierung

Es gibt zwar auch ein Crossfade-Werkzeug, aber das wird nicht mal unbedingt gebraucht, es reicht schon, für “Drag” auf “X-Fade” zu wechseln. Zwei Spuren hintereinander sehen dann wie folgt aus:

Zweimal Audio

Zweimal Audio

Die Audioschnipsel liegen hier noch hintereinander. Im nächsten Schritt werden sie übereinander geschoben und durch den X-Fade-Modus bei “Drag” wird dabei automatisch ein Crossfade gemacht:

Crossfade

Crossfade

Werden die Audioschnipsel weiter übereinander geschoben, dann wird auch der Crossfade automatisch länger:

Langer Crossfade

Langer Crossfade

Das heißt nun natürlich nicht, dass man miserabel geschnittenes Zeug irgendwie übereinander schieben soll, der Crossfade wird’s schon richten – aber verkünsteln auf die Millisekunde muss man sich in der Regel auch nicht.