Posts Tagged ‘E-Bass’

Tontechnik mit Digitalpult

Samstag, Juli 24th, 2010

Mit einem Yamaha 01v96 kann man durchaus den FOH-Platz einer Band bestücken – so macht es die Schwoba-Rock-Band PommFritz:

FoH PommFritz

FoH PommFritz

Mit zwei Achtfach-Mikrofonvorverstärkern mit Digitalausgang stehen am Ende 32 Kanäle zur Verfügung, die auch fast komplett belegt sind. Damit hat man eine ziemlich platzsparende Lösung, wenn man die durchaus kontrovers diskutierte Usability des Pultes akzeptieren kann.

FoH PommFritz

FoH PommFritz

Mit dem Pult wird nicht nur der Frontsound gemischt, sondern auch das komplette In-Ear-Monitoring:

In-Ear-Monitoring und Bass-POD

In-Ear-Monitoring und Bass-POD

Mikrofonierungstipps “Rockband”

Montag, Dezember 28th, 2009

Die hier gegebenen Tipps passen natürlich auch dann, wenn die Band Punk, Metal, Blues oder ähnliches spielt. Die typische Instrumentenausstattung dürfte in allen diesen Fällen meist Schlagzeug, E-Bass, ein oder zwei E-Gitarren und Gesang sein. Für eine Aufnahme, bei der alle simultan spielen, z.B. live, würde ich etwa wie folgt vorgehen:

  • Drumset:
    • Zwei Kleinmembrankondensatormikrofone als Overheadmikrofone, z.B. Beyerdynamic Opus 53, Rode NT 5, Haun MBC 660L
    • Ein (im Regelfall dynamisches Mikrofon als) Bassdrummikrofon, z.B. DAP DM-20, Shure Beta 91; optional ein Kickmic
    • Ein (im Regelfall dynamisches Mikrofon als) Snaremikrofon, z.B. DAP PL-07; optional ein zweites für die Unterseite
    • Optional Mikrofone an den Toms, z.B. Beyerdynamic Opus 87
  • E-Bass:
    • Entweder per eingeschleifter DI-Box oder per Line-Out aus dem Amp
  • E-Gitarre:
    • Ein dynamisches Mikrofon vor den Amp, z.B. Sennheiser e906
  • Gesang:
    • Ein (im Regelfall dynamisches Mikrofon als) Gesangsmikrofon, z.B. Beyerdynamic TG-X 48 (live)
    • Ein Großmembrankondensatormikrofon (Studio)

Die prinzipielle Vorgehensweise ist also, jede Schallquelle abzunehmen, wobei die Cymbals und eventuell auch die Toms von den Overheads eingefangen werden. Die ganz große Lösung wäre hier, jedes Tom und jedes Becken einzeln zu mikrofonieren, aber das ist nun wirklich nicht immer zwingend notwendig.

Mitunter ist noch ein Piano dabei, bei der Musikrichtung, um die es hier geht, wohl meist ein E-Piano. Dieses hat eigentlich immer einen irgendwie gearteten elektrischen Ausgang, der nutzbar ist: Optimal ist ein symmetrischer Line-Out, aber auch ein (unsymmetrischer) Kopfhörerausgang kann über eine DI-Box genutzt werden. Wenn das E-Piano ein Stereosignal liefert, dann sollte es auch stereo aufgenommen werden, dies hilft später im Mix. Hat das E-Piano ein MIDI-Out, dann sollte auch das MIDI-Signal aufgenommen werden, u.U. klingen virtuelle Instrumente der DAW besser als die Samples im E-Piano.

Zur Mikrofonierung gibt es des weiteren noch eine Sammelseite mit vielen Links – hier. Des weiteren hat dieses Blog auch eine Suchfunktion, über die man ebenfalls interessante Beiträge finden kann.

E-Bass abnehmen leicht gemacht

Mittwoch, September 30th, 2009

Einen E-Bass live aufzunehmen ist meist eine besonders leichte Übung:

E-Bassabnahme per DI-Out

E-Bassabnahme per DI-Out

Alle einigermaßen modernen Amps haben ein DI-Out – von dort per XLR-Kabel zum Mischpult bzw. Interface und gut ist.

Friedbald-Rauscher-Trio in Münsingen

Montag, August 3rd, 2009

Ein weiterer Rückblick: Am 29.5.2008 spielte das Friedbald-Rauscher-Trio (Friedbald Rauscher: Piano; Peter Wondra: E-Bass; Joachim Fuchs-Charrier: Schlagzeug) in der Zehntscheuer in Münsingen. Es war ein tolles Konzert – kein Wunder bei drei Spitzenmusikern!

Friedbald-Rauscher-Trio 2008 in Münsingen

Friedbald-Rauscher-Trio 2008 in Münsingen

Für den Livemitschnitt wurden unter dem Resonanzboden des Flügels zwei MXL 603S platziert:

Flügelabnahme am Resonanzboden

Flügelabnahme am Resonanzboden

Das geht sehr gut – unter einer Voraussetzung: Die allgemeine Bühnenlautstärke muss niedrig sein, sonst sind die Einstreuungen, gerade bei den breiten Nieren der MXLs, zu groß. Hilfreich ist natürlich auch eine gute Raumakustik mit wenig Nachhall.

E-Bass-Abnahme mit EV RE20

E-Bass-Abnahme mit EV RE20

Der E-Bass wurde auf zwei Spuren aufgenommen: Einmal mit dem RE20, einmal per DI-Out des Eden-Bassamps. Der klangliche Unterschied zwischen den beiden Spuren war ziemlich gering, es wurde am Ende die DI-Spur verwendet.

Nun zum Drumset:

Drumset von Joachim Fuchs-Charrier

Drumset von Joachim Fuchs-Charrier

Die Aufnahme erfolgte mit üblicher Technik: Zwei Beyerdynamic Opus 53 als Overhead, einem DAP PL-07 an der Snare und einem DAP DM-20 an der Bassdrum:

Snareabnahme mit DAP PL-07

Snareabnahme mit DAP PL-07

Bassdrumabnahme mit DAP DM-20

Bassdrumabnahme mit DAP DM-20

Rechts ist das DM-20 für die Aufnahme; das linke Mikrofon war für alle Fälle mal für eine evtl. PA-Verwendung aufgebaut und ein Mikrofonsplitter stand nicht zur Verfügung.

Und hier ist der Meister der Drums nun in Aktion:

Joachim Fuchs-Charrier 2008

Joachim Fuchs-Charrier 2008

Wie immer – ein fantastisches Getrommel!

Zum Schluss dieses Eintrages noch mein Arbeitsplatz während des Konzertes:

Recording-Technik

Recording-Technik

MacBook Pro mit Logic und als Interface ein Phonic Firefly 808.

E-Bass-Mikrofonierung

Mittwoch, Juli 15th, 2009

Bei der Jazzcombo-Studiosession von neulich wurde der E-Bass so aufgenommen:

E-Bass-Mikrofonierung

E-Bass-Mikrofonierung

Das Kabel in Bildmitte kommt aus dem DI-Ausgang des Amps und dieser Weg ist immer die erste Wahl beim E-Bass. Hat der Amp so einen Ausgang nicht, dann schleift man halt eine DI-Box in den Eingangsweg. Auf diesem Weg hat man ein absolut störungsfreies E-Bass-Signal. Da noch Mikrofone und Spuren frei waren habe ich noch ein DAP PL-02 davor gestellt – auch das ergab eine gute Spur. Welche dieser Spuren im Mix wie verwendet werden wird sich noch zeigen.