Archive for the ‘Instrumente’ Category

Gitarristenglück

Sonntag, August 1st, 2010

Alles was der Gitarrist so braucht …

Gitarristenglück

Gitarristenglück

Kuhglocken

Mittwoch, Juli 28th, 2010

Das etwas andere Musikinstrument:

Kuhglocken

Kuhglocken

Man beachte die auf den Griff geschriebenen Tonhöhen. Abgebildet sind hier nur drei Glocken, es waren ein paar mehr, um eine vernünftige Melodie spielen zu können.

Swabia-Snare

Samstag, Juli 24th, 2010

Der Drummer von PommFritz hatte eine sehr schöne Snare von Swabia am Start:

Swabia-Snare in Fassbauweise

Swabia-Snare in Fassbauweise

Swabia-Snare in Fassbauweise

Swabia-Snare in Fassbauweise

Swabia-Snare in Fassbauweise

Swabia-Snare in Fassbauweise

Sofort ins Auge sticht die Fassbauweise – und die sehr saubere Verarbeitung und das tolle Finish.

In-Ear-Monitoring für Schlagzeuger

Sonntag, Juli 18th, 2010

Schlagzeug ist ein lautes Instrument – insbesondere eine gute Snare und Becken bohren sich regelrecht ins Gehör; wer da nicht beizeiten aufpasst hat bald unter lebenslangen Folgen zu leiden: Schwerhörigkeit und Tinnitus werden immer wieder gerne genommen. Bei einem akustischen Schlagzeug und einem Drummer, der sein Instrument nicht nur streichelt, führt kein Weg an einem Gehörschutz vorbei. Meist will man aber nicht nichts hören, sondern ganz gezielt; typisch sind drei Szenarien:

  • Üben: Beim Üben von Technik, neuen Grooves, usw. genügt ein Gehörschutz alleine. Beim Üben zum Click, zu Musik, zu Playalongs will man aber einerseits sein Gehör schützen, andererseits ganz gezielt diese Dinge hören – zusätzlich zum eigenen Schlagzeug.
  • Proberaum: Hier ist es oft eher zu laut als zu leise – Gehörschutz daher Pflicht, aber natürlich muss man die anderen und sich selbst hören können.
  • Bühne: Hier muss nicht einmal zwingend die Lautstärke das Problem sein – man hört aber die anderen vielleicht nicht richtig, schlicht weil sie zu weit weg sind.

In allen Fällen ist ein Monitoring notwendig – und dieses gekoppelt mit Gehörschutz führt fast zwangsläufig zum In-Ear-Monitoring. Dabei hat der Musiker Stöpsel im Ohr, die einerseits möglichst gut gegen Schall von außen abschirmen, die andererseits aber Lautsprecher enthalten, die in nun möglicher moderater Lautstärke den Musiker mit genau dem beschallen, was er hören möchte. Das geht natürlich für jedes Instrument, hier soll es gezielt um den Schlagzeuger gehen. Die möglichen Schallquellen, die für ihn interessant sind, können sein:

  • Üben: Click, Musik vom CD-Player, vom MP3-Player.
  • Proberaum: Summenmix, Drums, Bass, Rhythmusgitarre.
  • Bühne: siehe Proberaum.

Um diese Signale bequem zusammenführen zu können und um einigermaßen autark zu sein, weil man nie weiß, was einen erwartet, bietet sich ein kleines Mischpult an:

Mischpult für In-Ear-Monitoring am Drumset

Mischpult für In-Ear-Monitoring am Drumset

Acht Kanäle wie hier sind schon üppig, vermutlich kommt man mit vieren schon sehr weit; da das Ganze aber sowieso in einem Rack landet spielt es keine Rolle. Die Klangregelung mit durchstimmbaren Mitten ist komfortabel, zwei Aux-Wege gibt es sogar, auf einen können Effekte gelegt werden, usw. – dieses Pult reicht auf jeden Fall für’s In-Ear-Monitoring eines Drummers. Ein paar Dinge müssen aber dennoch bedacht werden:

  • Höreranschluss: Die meisten In-Ear-Hörer haben sehr niedrige Impedanzen, sie liegen im Bereich von 4 bis 32 Ohm. Die meisten Mischpulte wollen aber nur Kopfhörer mit 150 Ohm und mehr haben. Abhilfe ist ein Kopfhörerverstärker, der dem Mischpult nachgeschaltet wird – und der entsprechend niedrige Impedanzen verträgt.
  • Limiter: Im Proberaum und live können unbeabsichtigt hohe Pegelspitzen, z.B. durch Feedbacks, auftreten – nicht gut für das Gehör! Daher sollte unbedingt noch ein Limiter im Ausgang sitzen, sprich, als Insert eingeschleift werden.

Die Szenarien können nun wie folgt aussehen:

  1. Üben mit Click:
    1. Metronom: Vom Ausgang des Metronoms in einen Eingang des Mischpultes. Metronome haben häufig Kopfhörerausgänge als Miniklinke, hier braucht man nur einen passenden Adapter, meist auf normale Klinke, um ins Mischpult zu kommen.
    2. Drumcomputer: Es muss kein schlichtes Metronom sein, es kann auch ein Drumcomputer sein, z.B. per Softwarelösung wie Hydrogen. Typischerweise wird man dazu ein Notebook einsetzen, dessen Soundkarte auch einen Miniklinkenausgang hat, womit man per Adapter ins Mischpult gelangt.
  2. Üben mit Musik: Hat das Gerät – z.B. ein CD-Player – einen Line-Ausgang, dann kann man hierüber in das Mischpult gehen, entweder direkt auf einen Stereoeingang oder zur Not auf zwei Monokanäle; hat das Mischpult Cinch-Eingänge, dann nutzt man diese, sonst ist halt ein Adapter erforderlich,  z.B. auf Klinke. Hat das Gerät – z.B. ein MP3-Player – nur einen Kopfhörerausgang, dann nutzt man diesen per Adapter. Eventuell legt man sich das eigene Schlagzeug, zumindest Bassdrum und zwei Overheads, auch noch mit auf das Mischpult – interessant dann, wenn die verwendeten Hörer eine sehr gute Außengeräuschdämpfung haben.
  3. Üben im Proberaum:
    1. Ohne Click: Im einfachsten Fall legt man sich ein Gesamtsignal auf’s Mischpult, vielleicht zusätzlich noch eine gesonderte Bassspur vom DI-Out des Bassamps. Möglicherweise legt man sich das eigene Schlagzeug wie schon beschrieben auch auf das Pult.
    2. Mit Click: Hier kommt zusätzlich auf einen weiteren Kanal das Metronom oder der Drumcomputer wie oben beschrieben. Dann mischt man sich aus dem Click, dem eigenen Schlagzeug und dem Rest der Band das passende Monitorsignal zusammen.
  4. Live:
    1. mit FOH-Summe: Ein relativer einfacher Fall ist, das FOH-Summensignal auf der Bühne abzugreifen und auf das eigene In-Ear-Monitoringpult zu legen. Bei Bedarf kann man dazu noch einen Click dazumischen wie oben beschrieben. Hier ist der Limiter im Ausgang sehr wichtig, damit einem ein Feedback nicht die Ohren wegbläst.
    2. mit Monitorsignal: Steht ein eigenes Monitorsignal zur Verfügung, dann verwendet man natürlich dieses an Stelle der FOH-Stereosumme, der Click kommt bei Bedarf wie gehabt dazu.
    3. autark: Steht kein oder kein gutes Monitorsignal zur Verfügung, dann nimmt man es zur Not, ergänzt es ggf. um einen Click und auf weiteren Spuren Overheads, Snare, Bassdrum und evtl. noch den Bass per DI-Out des Bassamps. Dazu sind evtl. Mikrofonsplitter erforderlich, um an die Mikrofonsignale zu kommen und vielleicht auch eine DI-Box im Kabel des Basses.
Ein komplettes Rack kann dann wie folgt aussehen:
In-Ear-Rack

In-Ear-Rack

Ganz oben sitzt das Mischpult. Es folgt der Kopfhörerverstärker, weil an diesem die Abhörlautstärke eingestellt wird. Darunter sitzt der (Stereo-)Limiter, der im Signalfluss zwischen Mischpult und Kopfhörerverstärker liegt – an ihm wird die Maximallautstärke zum Schutz des Gehörs eingestellt. Darunter folgt ein Vierfach-Kompressor/Gate/Limiter, um bei Bedarf Eingangssignale des Mischer bearbeiten zu können, z.B. das eigene Drumset. Es folgt der Equalizer, an dem im Grunde nur einmalig etwas eingestellt werden muss – danach wohl nur noch beim Wechsel des In-Ear-Hörers; der EQ sitzt im Insert des Mischpultausgangs. Darunter sitzt ein Vierfach-Mikrofonsignalsplitter für den Fall der Fälle; sinnvollerweise ist er gleich verkabelt und die Ausgänge führen auf die ersten vier Mischpulteingänge. Ganz unten ist die Endstufe für den Shaker eingebaut, sie hängt am Subwoofer-Ausgang des EQ. Die beiden Verstärker sind an Positionen eingebaut, die ihnen Kühlluft verschaffen, weil die darüber eingebauten Geräte nicht warm werden und Abstand haben bzw. wenig tief sind.
Der gezeigte Aufbau ist natürlich der Maximalausbau, es geht auch mit weniger – Mischpult, Kopfhörerverstärker und Limiter reichen bereits aus.
Wenn man sein eigenes Drumset auf dem Mischpult braucht, dann ist für Snare und Bassdrum schnell noch ein Mikrofon angeklemmt und man spart sich das Splitten. Für Overhead muss man aber doch splitten oder zwei weitere Overheads aufbauen, stereo sollte es hier nämlich schon sein.
Am Ende der Kette stehen dann die Hörer; das übliche Billigzeugs, das bei Playern jeder Art mit dabei ist eignet sich für diesen Zweck nicht, da die Außengeräuschdämpfung – falls überhaupt vorhanden – viel zu gering ist. Es ist entsprechende Hörer erforderlich. Der Knackpunkt ist hier die Qualität der Basswiedergabe; günstige Ein-Wege-Systeme vollbringen hier keine Wunder, Zwei-Wege-Systeme leisten hier mehr – und kosten auch mehr. Die Hörer gibt es mit universellen Passstücken in verschiedenen Größen oder als Luxus- und Komfortausführung mit individuellen Otoplastiken, die nach dem jeweils eigenen Gehörgang per Abguss geformt sind. Besonders gut sind Abgüsse und damit Otoplastiken, die nicht nur den Gehörgang umfassen, sondern die gesamte innere Ohrmuschel.
Ein Schwachpunkt der In-Ear-Hörer ist deren Basswiedergabe – diese mag einem Schlagzeuger zu mau sein, um seine Bassdrum und den Bassisten richtig gut hören zu können. Erster Schritt der Abhilfe ist, nach dem Mischpult einen Equalizer einzuschleifen und bei diesem die niedrigen Frequenezn entsprechend anzuheben. Das nützt aber nur so weit, wie der Hörer diese überhaupt übertragen kann. Der zweite Schritt erfordert einen EQ mit einem gesonderten Ausgang für einen Subwoofer. An diesen hängt man eine Endstufe und an diese wiederum einen sog. Shaker, der am Sitz des Drummers befestigt wird – so spürt er die tiefen Frequenzen physisch!

Gitarre doppeln – oder das Doppeln faken

Freitag, Juli 16th, 2010

So richtig wirklich fett klingt auch eine verzerrte E-Gitarre erst, wenn sie gedoppelt wird. Dabei spielt der Gitarrist seinen Part nicht nur einmal, sondern mehrfach ein. Das ist nicht einfach, sind die verschiedenen Takes zu weit auseinander, so kann man das nicht verwenden, es klingt dann einfach nur schief und schräg. Aber auch wenn es wirklich sehr sauber mehrfach eingespielt wurde gibt es immer wieder kleine Unterschiede und Schwankungen – und das macht den Reiz aus und den Klang voll. Verwendet man dabei noch unterschiedliche Gain- und Klangeinstellungen, dann kann man beim Mix viel damit anfangen und einen vollen Sound basteln.

Im Studio ist das alles kein Problem und heute die Regel. Was macht man aber bei einem Livemitschnitt? Noch dazu, wenn sowieso nur ein Gitarrist auf der Bühne stand? So richtig fett ist das nicht. Und wohin soll man das pannen? In der Mitte sitzen schon Snare, Bassdrum, Bass, Gesang, da ist kein Platz mehr für die Gitarre. Aber die eine Gitarre nur von einer Seite klingt auch komisch, insbesondere mit Kopfhörer. Da hilft es auch nur bedingt, wenn zwei Mikrofone vor dem Gitarrenamp standen – man hat dennoch dasselbe Signal auf beiden Spuren, auch wenn es leicht unterschiedlich klingt.

Jetzt muss man tricksen, um zwischen diesen Spuren Unterschiede zu erzeugen:

  • Eine Spur kann z.B. ein leichtes Chorus bekommen, evtl. sogar eines, das aus einem Mono-Eingangssignal ein Stereo-Ausgangssignal produziert – und diese ganze Gitarrenspur pannt man leicht auf eine Seite.
  • Die andere Spur kann ein Tape-Delay erhalten; ein gutes Tape-Delay-Plugin erlaubt einem – so wie es früher die mechanischen Tape-Delays zwangsweise an sich hatten – leichte Schwankungen im Gleichlauf einzustellen, was zeitliche Unterschiede zwischen den beiden Spuren bewirkt und diese Spur pannt man leicht auf die andere Seite.

Als Ergebnis sitzt die Gitarre nun nicht in der Mitte, sondern kommt als breite Wand von links und von rechts und es hört sich an wie zwei Gitarristen, eben weil die Spuren leichte Unterschiede – insbesondere auch zeitlich – haben. Das lässt sich beliebig kombinieren und erweitern, aber das Grundprinzip ist klar. Übertreiben darf man es nicht, denn es ist durchaus mit Kammfiltereffekten zu rechnen, die möglicherweise unerwünschte Auswirkungen auf den Sound haben.