Archive for the ‘E-Gitarre’ Category

Gitarristenglück

Sonntag, August 1st, 2010

Alles was der Gitarrist so braucht …

Gitarristenglück

Gitarristenglück

Gitarre doppeln – oder das Doppeln faken

Freitag, Juli 16th, 2010

So richtig wirklich fett klingt auch eine verzerrte E-Gitarre erst, wenn sie gedoppelt wird. Dabei spielt der Gitarrist seinen Part nicht nur einmal, sondern mehrfach ein. Das ist nicht einfach, sind die verschiedenen Takes zu weit auseinander, so kann man das nicht verwenden, es klingt dann einfach nur schief und schräg. Aber auch wenn es wirklich sehr sauber mehrfach eingespielt wurde gibt es immer wieder kleine Unterschiede und Schwankungen – und das macht den Reiz aus und den Klang voll. Verwendet man dabei noch unterschiedliche Gain- und Klangeinstellungen, dann kann man beim Mix viel damit anfangen und einen vollen Sound basteln.

Im Studio ist das alles kein Problem und heute die Regel. Was macht man aber bei einem Livemitschnitt? Noch dazu, wenn sowieso nur ein Gitarrist auf der Bühne stand? So richtig fett ist das nicht. Und wohin soll man das pannen? In der Mitte sitzen schon Snare, Bassdrum, Bass, Gesang, da ist kein Platz mehr für die Gitarre. Aber die eine Gitarre nur von einer Seite klingt auch komisch, insbesondere mit Kopfhörer. Da hilft es auch nur bedingt, wenn zwei Mikrofone vor dem Gitarrenamp standen – man hat dennoch dasselbe Signal auf beiden Spuren, auch wenn es leicht unterschiedlich klingt.

Jetzt muss man tricksen, um zwischen diesen Spuren Unterschiede zu erzeugen:

  • Eine Spur kann z.B. ein leichtes Chorus bekommen, evtl. sogar eines, das aus einem Mono-Eingangssignal ein Stereo-Ausgangssignal produziert – und diese ganze Gitarrenspur pannt man leicht auf eine Seite.
  • Die andere Spur kann ein Tape-Delay erhalten; ein gutes Tape-Delay-Plugin erlaubt einem – so wie es früher die mechanischen Tape-Delays zwangsweise an sich hatten – leichte Schwankungen im Gleichlauf einzustellen, was zeitliche Unterschiede zwischen den beiden Spuren bewirkt und diese Spur pannt man leicht auf die andere Seite.

Als Ergebnis sitzt die Gitarre nun nicht in der Mitte, sondern kommt als breite Wand von links und von rechts und es hört sich an wie zwei Gitarristen, eben weil die Spuren leichte Unterschiede – insbesondere auch zeitlich – haben. Das lässt sich beliebig kombinieren und erweitern, aber das Grundprinzip ist klar. Übertreiben darf man es nicht, denn es ist durchaus mit Kammfiltereffekten zu rechnen, die möglicherweise unerwünschte Auswirkungen auf den Sound haben.

Mikrofonierung E-Gitarre

Freitag, Mai 14th, 2010

So kann man E-Gitarren-Amps mikrofonieren:

Mikrofone am Gitarrenamp

Mikrofone am Gitarrenamp

Mikrofone am Gitarrenamp

Mikrofone am Gitarrenamp

Der Klassiker am Gitarrenamp ist das Sennheiser e906 (oder auch das e606 oder wie hier das e509) – und auf dem oberen Bild sieht man auch gleich die typische Befestigungsart: Am Kabel über den Amp legen und mit Tape fixieren.

Wenn man genug Mikrofone und Kanäle hat, kann man auch noch ein zweites dazu gesellen, hier ein LD 1122. Man hat dann im Mix mehr Klangmöglichkeiten …

Mikrofonierungstipps “Rockband”

Montag, Dezember 28th, 2009

Die hier gegebenen Tipps passen natürlich auch dann, wenn die Band Punk, Metal, Blues oder ähnliches spielt. Die typische Instrumentenausstattung dürfte in allen diesen Fällen meist Schlagzeug, E-Bass, ein oder zwei E-Gitarren und Gesang sein. Für eine Aufnahme, bei der alle simultan spielen, z.B. live, würde ich etwa wie folgt vorgehen:

  • Drumset:
    • Zwei Kleinmembrankondensatormikrofone als Overheadmikrofone, z.B. Beyerdynamic Opus 53, Rode NT 5, Haun MBC 660L
    • Ein (im Regelfall dynamisches Mikrofon als) Bassdrummikrofon, z.B. DAP DM-20, Shure Beta 91; optional ein Kickmic
    • Ein (im Regelfall dynamisches Mikrofon als) Snaremikrofon, z.B. DAP PL-07; optional ein zweites für die Unterseite
    • Optional Mikrofone an den Toms, z.B. Beyerdynamic Opus 87
  • E-Bass:
    • Entweder per eingeschleifter DI-Box oder per Line-Out aus dem Amp
  • E-Gitarre:
    • Ein dynamisches Mikrofon vor den Amp, z.B. Sennheiser e906
  • Gesang:
    • Ein (im Regelfall dynamisches Mikrofon als) Gesangsmikrofon, z.B. Beyerdynamic TG-X 48 (live)
    • Ein Großmembrankondensatormikrofon (Studio)

Die prinzipielle Vorgehensweise ist also, jede Schallquelle abzunehmen, wobei die Cymbals und eventuell auch die Toms von den Overheads eingefangen werden. Die ganz große Lösung wäre hier, jedes Tom und jedes Becken einzeln zu mikrofonieren, aber das ist nun wirklich nicht immer zwingend notwendig.

Mitunter ist noch ein Piano dabei, bei der Musikrichtung, um die es hier geht, wohl meist ein E-Piano. Dieses hat eigentlich immer einen irgendwie gearteten elektrischen Ausgang, der nutzbar ist: Optimal ist ein symmetrischer Line-Out, aber auch ein (unsymmetrischer) Kopfhörerausgang kann über eine DI-Box genutzt werden. Wenn das E-Piano ein Stereosignal liefert, dann sollte es auch stereo aufgenommen werden, dies hilft später im Mix. Hat das E-Piano ein MIDI-Out, dann sollte auch das MIDI-Signal aufgenommen werden, u.U. klingen virtuelle Instrumente der DAW besser als die Samples im E-Piano.

Zur Mikrofonierung gibt es des weiteren noch eine Sammelseite mit vielen Links – hier. Des weiteren hat dieses Blog auch eine Suchfunktion, über die man ebenfalls interessante Beiträge finden kann.

MIDI-E-Gitarre

Samstag, Oktober 10th, 2009

Gestern habe ich bei einem Konzert einen Gitarristen mit einer MIDI-E-Gitarre gehört:

MIDI-E-Gitarre

MIDI-E-Gitarre

Das ist schon ziemlich unglaublich, was ein einzelner Gitarrist damit anstellen kann – da ist eine Klangfülle möglich, die nach deutlich mehr als nur einem Musiker klingt. Wie sich das anhören kann findet man z.B. hier: http://www.atambor.de/?p=753